Apps bei Stress, Burnout, Angst und Depression

„Der Markt für Gesundheitsapps jeglicher Natur boomt. Über 300.000 davon sollen inzwischen verfügbar sein, zahlreiche von ihnen versprechen Unterstützung für die Seele. Die oftmals positiven Ratings anderer Nutzer in den App-Stores täuschen aber über eine wichtige Tatsache hinweg: Für die allerwenigsten Anwendungen ist ein klinischer Nutzen erwiesen, und für wohl keine unter ihnen sind die langfristigen Folgen ihrer Nutzung abzuschätzen, seien sie positiver oder negativer Natur. Von 3.000 in einem App-Store verfügbaren Apps für die Psyche arbeiten laut einer Studie nur acht evidenzbasiert. Eine andere Übersichtsarbeit beleuchtete 1.000 Apps gegen Depressionen: Nur für 30 davon war die klinische Wirksamkeit in Studien belegt. Und die Qualität vieler Studien lässt offenbar zu wünschen übrig.“ (NZZ vom 10. Juli 2019, Apps gegen psychische Leiden bergen noch viele Risiken, Internationale Ausgabe, S. 34)