• Angststörung richtig behandeln

Wie Sie Ihre Angststörung überwinden – und wieder sicher und ruhig durchs Leben gehen

Eine Angststörung hat Auswirkungen auf das ganze Leben eines Betroffenen. Auch sehr leistungsstarke Menschen, die ihr Leben im Griff haben und bisher eigentlich keine Ängste kannten, können in bestimmten Situationen eine Angststörung entwickeln.

Überstarke Ängste können sehr unterschiedliche Ausprägungen und Ursachen haben. Die Symptome reichen von plötzlichen Panikattacken über spezifische Phobien bis zu ständigen, lähmenden Sorgen.

Zur dauerhaften Überwindung einer Angststörung ist meist professionelle Hilfe erforderlich.

Eine erfolgreiche Therapie ist möglich, wenn der Betroffene bereit ist, an sich und seiner Situation zu arbeiten.

Das Wichtigste zur Behandlung einer Angststörung in Kürze:

  • Angst kann zu innerer Anspannung, Nervosität und Panikattacken führen
  • Angst kann mit zahlreichen psychosomatischen Symptomen wie Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüchen oder Schwindel einhergehen
  • Angststörungen lassen sich psychotherapeutisch sehr gut behandeln
  • Die Wahl des passenden psychotherapeutischen Verfahrens ist entscheidend für den Behandlungserfolg
  • Bei sehr starken Ängsten oder starken Schlafstörungen kann eine Medikation sinnvoll sein
  • Eine Medikation ohne Psychotherapie ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll

Angststörung Behandlung: Beispiele aus unserer Praxis

Ein junger Unternehmer leidet immer wieder unter einem plötzlichen Engegefühl der Brust, Herzrasen und Atembeschwerden. Die Zustände fühlten sich bedrohlich an und gehen teilweise mit Angst und Panik einher. Er war bei unterschiedlichen Ärzten, es konnte aber keine körperliche Ursache gefunden werden. Er hatte in letzter Zeit viel Stress. Ein direkter psychischer Auslöser ist für ihn selbst aber nicht erkennbar. Was tun?

Eine leitende Angestellte hat schon zahlreiche Vorträge gehalten. In einem Vortrag bleibt ihr kurz die Luft weg und sie hat einen kurzen Blackout. Sie kann die Situation aber gut überspielen. Vor dem nächsten Vortrag hat sie nun plötzlich Angst und würde sich am liebsten krankmelden. Es geht aber um einen sehr wichtigen Vortrag und sie muss deshalb hingehen. Sie spürt Angst und Verzweiflung in sich aufsteigen. Wie kann sie so ihren Beruf so weiter ausüben?

Eine berufstätige Mutter kommt abends nicht mehr zur Ruhe obwohl eigentlich alles gut läuft. Sie leidet unter innerer Unruhe, ständiger Sorge, Grübeln und Nackenschmerzen. Ihre Gedanken kreisen ständig darum, ob sie am Tag alles richtig gemacht hat und was sie am nächsten Tag erwartet. Der Schlaf wird auch immer schlechter. Wie kann sie ihre Anspannung und ihre Ängste überwinden?

Unsere Angststörung Therapie in München

Alle drei Krankheitsbilder sind anonymisiert und biographisch verändert worden. Als ärztliche Psychotherapeuten können wir sowohl Ihre psychischen als auch Ihre körperlichen Symptome zuverlässig einordnen und die passende Behandlung einleiten.

Als Fachärzte und Psychotherapeuten mit langjähriger Berufserfahrung blicken wir sowohl ärztlich als auch psychotherapeutisch auf Angststörungen.

In unserer Praxis in München behandeln wir Angststörungen psychotherapeutisch. Im Bedarfsfall kann die psychotherapeutische Behandlung durch eine sorgsam ausgewählte Medikation unterstützt werden. Zu Beginn werden körperliche Ursachen von inneren Spannungszuständen und überstarken Ängsten fachärztlich ausgeschlossen.

In der Psychotherapie kombinieren wir verschiedene Methoden zur Behandlung von Angststörungen. Das Ziel ist eine schnelle und zugleich nachhaltige Heilung. Mit verhaltenstherapeutischen Techniken lassen sich die Symptome meist rasch unter Kontrolle bringen. Die psychodynamische Psychotherapie sorgt hingegen für ein klareres Verständnis der eigenen Emotionen. Sie ist häufig der Schlüssel für eine nachhaltige Heilung der Angststörung.

Entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung ist die Wahl des passenden psychotherapeutischen Verfahrens. Das in Ihrem Fall passende Verfahren klären wir im Rahmen der Vorgespräche. Reine Verhaltenstherapie gehört dabei nicht zum Behandlungsangebot unserer Praxis.

Unsere Praxis hat ihren Sitz in München. Die Termine können persönlich oder online per Videosprechstunde wahrgenommen werden.

Ein paar Worte über mich

Dr. med. Robert Willi

Nach einer ärztlichen und psychotherapeutischen Ausbildung von über 17 Jahren bin ich seit 2013 als Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in München-Neuhausen niedergelassen. Zielsetzung meiner Tätigkeit ist es psychische Erkrankungen im Vorfeld zu vermeiden bzw. bereits vorhandene Erkrankungen psychotherapeutisch möglichst rasch und nachhaltig zu behandeln. Dabei kann die psychotherapeutische Behandlung im Bedarfsfall auch medikamentös unterstützt werden. Als Arzt und Psychotherapeut führe ich eine Privatpraxis für Privatpatienten und Selbstzahler in München.

Ein paar Worte über mich

Dr. med. Sabine Willi

In meiner Ausbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin versuchte ich immer den betroffenen Menschen und nicht nur die Symptome zu behandeln. Der enorme Zeitdruck in den Kliniken und Praxen lies eine derartige Form der Medizin aber nicht zu. So wechselte ich nach Abschluss meiner Facharztausbildung in die Psychotherapie und spezialisierte mich hier auf die psychodynamische Psychotherapie.

Definition: Was ist eine Angststörung?

Angst ist ein sehr intensives Gefühl, das in Gefahrensituationen auftritt. Angst kann aber auch unabhängig von Gefahrensituationen auftreten und eine Eigendynamik entwickeln. Hier spricht man dann von einer Angststörung. Dies kann sich bis hin zu einer „Angst vor der Angst“ entwickeln – ein Teufelskreis.

Dabei bringt das Gefühl der Angst eine massive körperliche Stressreaktion in Gang wodurch es auch zu psychosomatischen Symptomen wie Herzrasen, Schwitzen oder Zittern kommen kann. Angst führt auch zu einer erhöhten inneren Anspannung weshalb Angst- und Panikstörungen auch zu Schlafstörungen führen können.

Die verschiedenen Angsterkrankungen unterscheiden sich in der Art wie und wann die Angst auftritt. Die wichtigsten Erkrankungen sind:

  • Plötzliche Angst- und Panikanfälle (Panikstörung)
  • Ständige Sorgen und Grübeln (generalisierte Angststörungen)
  • Krankheitsbezogene Ängste (hypochondrische Ängste)
  • Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen (Spezifische Phobien)

Dabei kommt es bei Panikstörungen typischerweise plötzlich, unerwartet und ohne erkennbaren Auslöser zu Panikattacken. Bei generalisierten Angststörungen und hypochondrischen Ängsten bestehen die Ängste mehr oder weniger permanent. Bei Phobien bezieht sich die Angst „nur“ auf bestimmte Objekte oder Situationen wie zum Beispiel Flüge, Vorträge oder soziale Situationen.

Symptome einer Angststörung

Vereinfacht gesprochen gibt es psychische Symptome und körperliche Symptome einer Angststörung. Bitte beachten Sie, dass hier nicht alle Symptome aufgelistet werden, sondern nur eine Auswahl von Symptomen, die wir häufiger feststellen.

Viele Patienten, die unter körperlichen Symptomen leiden, haben zuvor bereits Ärzte konsultiert. Sie waren etwa bei einem Kardiologen, Internisten oder in der Notaufnahme. Dort konnte aber keine körperliche Ursache gefunden werden.

Psychische Symptome

  • Plötzlich auftretende Ängste
  • Angstzustand vor bestimmten Situationen
  • Starke Befürchtungen
  • Nervosität
  • Konzentrationsstörungen
  • Angst vor der Angst

Körperliche Symptome

  • Benommenheit
  • Schwitzen
  • Herzrasen
  • Beschleunigte Atmung
  • Magenbeschwerden
  • Schwindel
  • Mundtrockenheit
  • Zittern
  • Körperliche Unruhe
  • Spannungskopfschmerzen

Angststörung erkennen und Ursachen klären

Durch unsere ärztlich-psychotherapeutische Doppelqualifikation haben wir einen „doppelten“ Blick auf die Krankheit. So prüfen wir zunächst alle möglichen körperlichen Ursachen.

Im zweiten Schritt gilt es, Krankheiten auszuschließen, bei denen ähnliche Symptome auftreten, die aber andere Ursachen haben können. So können Angstzustände auch im Rahmen eines Burnouts oder einer Depression auftreten. Lesen Sie hier, wie wir Burnout behandeln und Depressionen behandeln. Auch innerhalb der einzelnen Angststörungen gibt es unterschiedliche Formen, die verschiedenartig behandelt werden.

Im dritten Schritt werden die psychodynamischen Ursachen der Angsterkrankung geklärt. Dies ist der schwierigste Teil der Diagnostik.

Psychodynamik von Angststörungen

Angststörungen entwickeln sich unbewusst durch ein Missverhältnis zwischen inneren haltgebenden Selbstanteilen und den subjektiv empfundenen Anforderungen der aktuellen Lebensrealität. Die entstehende Angst kann dann unterschiedlich verarbeitet werden wodurch es zu körperlichen Symptomen, Panikattacken, hypochondrischen Ängsten, generalisierten Ängsten oder Phobien kommt. Durch bestimmte Verhaltensweisen kann es dann zu einem Teufelskreis zwischen Angst und körperlichen Symptomen und einem „Teufelskreis der Angst“  mit „Angst vor der Angst“ kommen.

Psychodynamische Psychotherapie von Angststörungen

Die psychodynamische Psychotherapie setzt nicht am Verhalten, sondern an den hinter den Angstzuständen stehenden unbewussten Mechanismen an. Bei bestimmten Formen von Angststörungen kann aber eine Verhaltenstherapie deutlich erfolgversprechender sein. Das im Einzelfall passende psychotherapeutische Verfahren klärt sich am besten im Rahmen der Vorgespräche.

Medikamentöse Behandlung von Angststörungen

Angststörungen lassen sich mit Hilfe von Medikamenten meist sehr rasch zur Abheilung bringen. Medikamente stellen bei Angststörungen aber keine nachhaltige Behandlung dar, da die Beschwerden nach Absetzen der Medikation meist rasch wiederkommen. Zudem besteht bei den in der Akutbehandlung häufig eingesetzten Benzodiazepinen ein erhebliches Abhängigkeitsrisiko.

Die Gefahr von Nebenwirkungen und Abhängigkeit besteht auch bei der Gabe von Antidepressiva. Medikamente sollten deshalb allenfalls ergänzend zu einer psychotherapeutischen Behandlung eingesetzt und im Rahmen der erfolgreichen psychotherapeutischen Behandlung auch wieder abgesetzt werden.

Angststörung überwinden und mit der Therapie beginnen

Der erste Schritt ist ein Vorgespräch von 25 Minuten. Im Rahmen des Vorgesprächs werden Ihr Behandlungsanliegen und das weitere Vorgehen geklärt. Auch die weiteren Termine werden hier vereinbart. Für die Behandlung einer Angststörung sind in der Regel 25 bis 50 Stunden erforderlich, mit einer Frequenz von einer Stunde pro Woche.

Bitte füllen Sie das Kontaktformular aus. Ich melde mich dann bei Ihnen.