• Panikattacken richtig behandeln

Panikattacken fühlen sich bedrohlich an.

Panikattacken kommen oft “aus heiterem Himmel”. Plötzlich kommt es zu Atemnot, Beklemmung, Benommenheit, Herzklopfen, Schwitzen oder Zittern. Die Beschwerden können bei Angst auftreten oder zu Angst führen. Es kann zu Panik bis hin zu Todesangst kommen. Bestimmte Auslöser sind oft nicht erkennbar. Nach  ein paar Minuten ist alles wieder vorbei.

Panikattacken lassen sich psychotherapeutisch ausgezeichnet behandeln. Die Symptome heilen in der Behandlung meist rasch ab. So haben Sie die Situation bald wieder unter Kontrolle und erhalten Ihre volle Leistungsfähigkeit zurück.

Panikattacken Behandlung in München: Beispiele aus unserer Praxis

Ein 34-jähriger selbstständiger Rechtsanwalt leidet immer wieder unter plötzlichem Herzrasen, Schwitzen, Zittern und Engegefühl der Brust. Bestimmte Auslösesituationen sind für ihn nicht erkennbar. Laut seinem Kardiologen ist er körperlich völlig gesund, es geht ihm aber immer schlechter. Auf Dauer kann er so seine Leistungsfähigkeit nicht aufrechterhalten. Was tun?

Eine 40-jährige Direktorin bekommt bei bestimmten Besprechungen im Kollegium immer wieder Panikzustände. Sie ist ausgezeichnet vorbereitet und die Besprechungen sollten eigentlich kein Problem sein. Sie möchte schon gar nicht mehr hingehen, zwingt sich aber weiter daran teilzunehmen. Die andauernden Panikattacken führen aber zunehmend zu Erschöpfung. So kann es nicht weitergehen.

Ein 46-jähriger Schriftsteller bekommt jeden Morgen Panikattacken, wenn er arbeiten möchte. Er liebt seinen Beruf und hat deshalb gar keine Idee wo die Panikattacken herkommen. So kann er aber nicht arbeiten. Teilweise trinkt er deshalb Alkohol um überhaupt arbeiten zu können. Unter dem Alkohol reagiert er aber teilweise gereizt und die Stimmung wird auch nicht besser. Wie soll es weitergehen?

Die Beispiele stehen für unsere tägliche Arbeit. Die genannten Krankheitsgeschichten sind anonymisiert und biographisch verändert.

Unsere Panikattacken Therapie in München

Bei Psychotherapie München klären wir im ersten Schritt die Ursache Ihrer Beschwerden. Die ärztliche und psychotherapeutische Abklärung erfolgt dabei auf höchstem Niveau “aus einer Hand”. So wissen Sie innerhalb kürzester Zeit was Sie haben und was Sie dagegen tun können.

Meist treten Panikattacken im Rahmen einer Panikstörung auf. Panikattacken können aber auch im Rahmen von extremen Stresssituationen, Depressionen und generalisierten Angststörungen auftreten. Auch körperliche Erkrankungen können zu Panikattacken führen. Weitere Beispiele finden Sie unter Angststörungen behandeln in München.

Nach Klärung der Ursache kann nun die Behandlung geplant und das individuell passende Verfahren gewählt werden. So gibt es unterschiedliche psychotherapeutische Verfahren zur Behandlung von Panikstörungen. Das in Ihrem Fall passende Verfahren klärt sich am besten im Rahmen der Vorgespräche.

In unserer Praxis arbeiten wir im Verfahren der psychodynamischen Therapie. Die Zielsetzung ist ein rascher und dennoch nachhaltiger Behandlungserfolg. Durch die psychodynamische Therapie können die Gründe für das Auftreten der Panikattacken verstanden werden. Gerade dieses Verständnis der Symptome ist oft der Schlüssel für einen nachhaltigen Behandlungserfolg. Im Bedarfsfall setzen wir ergänzend auch verhaltenstherapeutische Techniken ein. Reine Verhaltenstherapie gehört jedoch nicht zum Behandlungsangebot der Praxis.

Im Bedarfsfall kann die psychotherapeutische Behandlung durch eine sorgsam ausgewählte Medikation unterstützt werden. In der Regel raten wir bei Panikattacken aber von einer festen Medikation ab. So können gerade Antidepressiva die psychotherapeutische Behandlung von Panikattacken erschweren oder gar unmöglich machen. Sehr sinnvoll und hilfreich kann hingegen eine vorübergehende Bedarfsmedikation mit schnell und kurzzeitig wirksamen Angstlösern (Anxiolytika) sein.

Unsere Praxis befindet sich in München. Die Termine können persönlich oder online per Videosprechstunde wahrgenommen werden.

Ein paar Worte über mich

Dr. med. Robert Willi

Als Facharzt und Psychotherapeut verfüge ich sowohl über eine ärztliche als auch über eine psychotherapeutische Ausbildung. Nach mehreren Stationen in Ambulanzen und Kliniken habe ich mich 2013 als Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie privatärztlich in München niedergelassen und behandle Patienten mit psychosomatischen Symptomen, Angst, Burnout und Depression.

Ein paar Worte über mich

Dr. med. Sabine Willi

Als Fachärztin und Psychotherapeutin habe ich in verschiedenen Fachbereichen von Kliniken und Praxen gearbeitet. Anschließend habe ich mich auf die psychodynamische Psychotherapie spezialisiert und behandle Patienten mit psychosomatischen Symptomen, Burnout und Depression.

Definition: Was versteht man unter Panikattacken?

Bei Panikattacken handelt es sich um eine plötzliche psychische und körperliche Stressreaktion des Organismus. Bei Panikstörungen ist der Auslöser zunächst oft nicht erkennbar. Panikattacken gehen mit zahlreichen psychosomatischen Symptomen wie Herzschmerzen, Herzrasen, Schwitzen, Atembeschwerden und Blutdruckanstieg einher. Die Stressreaktion dient letztlich dazu, uns in einer Gefahrensituation auf einen Kampf oder eine Flucht vorzubereiten (“fight-or-flight response”). Auf psychischer Ebene geht die Stressreaktion oft mit Angst und Panik einher. Häufig kommt es auch zu starker innerer Anspannung. Panikattacken limitieren sich selbst. Dies bedeutet, dass sie auch ohne irgendwelche Maßnahmen nach wenigen Minuten wieder abklingen. Panikattacken können einmalig in akuten Stresssituationen auftreten. Es handelt sich dann um keine Erkrankung, sondern um bloße Stresssymptome. Bei Panikstörungen komme es immer wieder zu Panikattacken. Die Panikstörung gehört zur Gruppe der Angststörungen. Auch im Rahmen von Lebenskrisen, Burnout, Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen kann es zu Panikattacken kommen. Angst- und Panikstörungen können durch die innere Anspannung auch zu Schlafstörungen führen.

Panikattacken erkennen: Ursache der Symptome klären

Bei der diagnostischen Abklärung von Panikattacken sind zunächst immer bestimmte körperliche Erkrankungen auszuschließen, welche zu Panikattacken führen können. Hier sind insbesondere Schilddrüsenerkrankungen, Nebenschilddrüsenerkrankungen, Unterzucker, Kaliummangel, Herzerkrankungen, Lungenerkrankungen und neurologische Erkrankungen zu beachten.

Im zweiten Schritt ist das Störungsbild auf psychischer Ebene zu klären. So können Panikattacken nicht nur im Rahmen von Panikstörungen, sondern auch im Rahmen von akuten Lebenskrisen oder Depressionen auftreten. Auch bei oder nach der Einnahme bestimmter Medikamente oder Drogen (v.a. Benzodiazepine, Kokain, LSD) kann es zu Panikattacken kommen. Wichtig ist auch der Ausschluss eines ADHS bzw. ADS.

Im dritten Schritt wird versucht, die psychodynamischen Ursachen der Panikstörung zu klären. Bei Patienten mit Panikstörungen gelingt diese Klärung meist rasch. Allein durch das Verstehen der Ursachen stellt sich dann oft auch das Gefühl der Kontrolle wieder ein. Die Panikattacken können dann auch tatsächlich besser kontrolliert werden da sie durch das Verständnis dann oft auch „vorhersehbar“ werden.

Symptome von Panikattacken

Eine Panikattacke ist eine klar abgrenzbare Episode intensiver Angst und Unbehagens. Bei einer Panikstörung gibt es keine vorhersehbaren Auslöser. Die Panikattacken treten hier spontan „aus dem Nichts“ auf.

Panikattacken können laut ICD-10 (F) mit folgenden Symptomen einhergehen:

  • Herzklopfen oder beschleunigter Herzschlag
  • Schweißausbrüche
  • Zittern
  • Mundtrockenheit
  • Atembeschwerden
  • Beklemmungsgefühl
  • Schmerzen oder Missempfindungen im Brustkorb
  • Übelkeit oder Unruhegefühl im Magen oder Unterleib
  • Gefühl von Schwindel, Unsicherheit, Schwäche oder Benommenheit
  • Gefühl, die Objekte seien unwirklich (Derealisation)
  • Gefühl man selbst sei weit entfernt oder „nicht wirklich hier“ (Depersonalisation)
  • Angst vor Kontrollverlust, verrückt zu werden oder „auszuflippen“
  • Angst zu sterben
  • Hitzewallungen oder Kälteschauer
  • Gefühllosigkeit oder Kribbelgefühle

Ein Großteil der Symptome bei Panikstörungen ist damit auf körperlicher Ebene. Im Diagnosesystem der DSM-V sind 10 von 13 Symptomen körperlicher Natur. Dies ist der Grund dafür, dass sich Patienten mit Panikattacken oft beim Hausarzt, beim Internisten oder in der Notaufnahme eines Krankenhauses vorstellen (Swinson). Panikstörungen sind damit der Inbegriff eines “psychosomatischen” Krankheitsbildes und gehören deshalb auch ins Kerngebiet der Psychosomatischen Medizin.

Psychodynamische Behandlung von Panikattacken

Panikstörungen lassen sich psychotherapeutisch ausgezeichnet behandeln. Die Verhaltenstherapie setzt dabei am Verhalten und an den das Verhalten steuernden Gedanken bzw. „Kognitionen“ an. Die psychodynamische Psychotherapie setzt an den unbewussten Hintergründen der Panikattacken an. Beide Verfahren haben eine sehr gute Wirksamkeit. Das im Einzelfall passende Verfahren klärt sich am besten im Rahmen der Vorgespräche. Wir arbeiten in der Praxis im Verfahren der psychodynamischen Therapie.

Medikamentöse Behandlung von Panikattacken

Panikattacken lassen sich medikamentös sehr gut behandeln. So kann im Bedarfsfall eine ergänzende Medikation verabreicht werden. Eine Medikation ist dabei aber immer sorgfältig abzuwägen da diese auch ungünstige Auswirkungen auf die Psychotherapie und auf den Verlauf der Erkrankung haben kann. Im Notfall und bei Bedarf kann insbesondere eine Medikation mit Benzodiazepinen vorübergehend sinnvoll sein. Als Dauermedikation können sog. Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI) hilfreich sein. Darunter heilen die Symptome oft vollständig ab. Durch die medikamentöse Unterdrückung der Symptome wird aber die Ursache der Symptome nicht behandelt, weshalb es nach dem Absetzen der Medikation oft zu einem Wiederauftreten der Beschwerden kommt. Zudem kann die Unterdrückung der Symptomatik ein erhebliches Problem für den Erfolg der psychotherapeutischen Behandlung darstellen. Bei Psychotherapie München behandeln wir Panikattacken deshalb vorwiegend psychotherapeutisch und greifen im Notfall auf Medikamente zurück.

Mit Panikattacken Behandlung beginnen: Was ist der erste Schritt?

Der erste Schritt für eine Behandlung bei Dr. Willi, Ihrem Psychotherapeuten in München, ist immer ein Vorgespräch. Für das Vorgespräch ist eine Länge von 25 Minuten geplant. Das Vorgespräch dient einer kurzen Besprechung Ihres Anliegens und einem kurzen persönlichen Kennenlernen. In diesem Gespräch können dann weitere Termine für die diagnostische Abklärung und die Behandlungsplanung vereinbart werden.

Die Praxis hat ihren Sitz in München. Sämtliche Termine können vor Ort oder online per Videosprechstunde wahrgenommen werden. Es handelt sich um eine Privatpraxis für Privatpatienten und Selbstzahler.

Bitte benutzen Sie bitte unser Kontaktformular wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten.