• Burnout richtig behandeln

Zur Kraft zurückfinden – wie Sie Ihre Erschöpfung überwinden.

Wer ein Burnout hat, fühlt sich erschöpft, ausgebrannt und leer. Man schafft deutlich weniger als früher. Negative Gefühle dominieren den Arbeitsalltag und das Privatleben. Und das, obwohl es früher ganz anders war.

Die Symptome, die bei einem Burnout auftreten, sind sehr vielfältig. Antriebslosigkeit, Reizbarkeit, innere Unruhe und Pessimismus sind einige Symptome, die auftreten können.

Was aber alle Betroffenen gemeinsam haben: Sie arbeiteten früher gerne. Sie waren früher sehr motiviert, fühlen sich jetzt aber erschöpft, angestrengt und genervt. Sie tragen Verantwortung in ihrem Beruf  – trotz vieler Widrigkeiten.

Jetzt wollen Sie die Situation angehen und ändern.

Das ist möglich. Wenn Sie bereit sind sich professionelle Hilfe nehmen, hinzusehen und etwas zu verändern.

Hier das Wichtigste zu Burnout in Kürze:

  • Typische Symptome von Burnout sind Erschöpfung, Leistungsminderung und gedrückte Stimmung
  • Überlastung kann mit weiteren Stresssymptomen wie Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit oder Schlafstörungen einhergehen
  • Bei Überlastung können auch körperliche Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Herzrasen, Engegefühl der Brust, Atemnot, Sodbrennen, Übelkeit oder Durchfall auftreten
  • Burnout lässt sich psychotherapeutisch ausgezeichnet behandeln
  • Die Wahl des passenden psychotherapeutischen Verfahrens ist entscheidend für den Behandlungserfolg
  • Medikamente können in Krisensituationen und bei Schlafstörungen hilfreich sein
  • Die Behandlung kann in Form eines Coachings oder einer Psychotherapie erfolgen

Burnout Behandlung in München: Beispiele aus unserer Praxis

Ein leitender Mitarbeiter eines amerikanischen Technologieunternehmens merkt, dass er etwas verändern muss. Seine Arbeit macht ihm eigentlich Spaß da sie stark seinen Interessen entspricht. Die vorgegebenen Ziele sind dort aber so hoch, dass er sie gar nicht erreichen kann und so nie fertig wird. Dabei empfindet er seine Arbeit auch zunehmend als sinnlos obwohl dies früher ganz anders war. Er ist zunehmend reizbar und launisch. Was tun?

Ein Spezialist arbeitet für eine großen Konzern. Der zeitliche Druck am Arbeitsplatz steigt enorm seit seine Kinder auf der Welt sind und er deshalb nicht mehr bis spät in die Nacht arbeiten will. Dann übersieht er bei seiner Tätigkeit einen wichtigen Punkt. Der Fehler fällt zwar nicht auf, er macht sich nun aber ständig Sorgen. Er grübelt ständig, ist nervös und kann auch zu Hause nicht mehr wirklich für seine Kinder da sein. Er kann nur noch schlecht schlafen und fühlt sich erschöpft und ausgebrannt. Wie kann er die Situation ändern?

Eine in einem großen Unternehmen in einer Führungsposition arbeitende Betriebswirtin geht nach Geburt ihrer beiden Kinder in Teilzeit. Am Tag ihrer Rückkehr wird ihr eröffnet, dass sie aufgrund der Teilzeit nun in einem anderen Bereich ohne Führungsaufgaben arbeite. Ihre bisherige Karriere scheint beendet. Obwohl sie ihre Familie liebt, zweifelt sie an ihren Entscheidungen und leidet unter Selbstvorwürfen, Reizbarkeit und Erschöpfung. Sie fühlt sich in ihrer Situation gefangen. Wie soll es weitergehen?

Alle drei Erkrankungen sind anonymisiert und biographisch verändert.

Unsere Burnout Therapie in München

Diese Beispiele stehen für unsere tägliche Arbeit. Hinter den Symptomen eines Burnouts kann sich auch eine Depression verbergen. Entsprechende Beispiele finden Sie unter Depression Behandlungen in München.

Als Fachärzte und Psychotherapeuten mit langjähriger Berufserfahrung blicken wir sowohl ärztlich als auch psychotherapeutisch auf Erschöpfung und Burnout.

In unserer Praxis in München behandeln wir Burnout mittels Psychotherapie oder Coaching. Im Bedarfsfall kann der Behandlungsprozess vorübergehend durch eine sorgsam ausgewählte Medikation unterstützt werden. Vor jeder Behandlung werden körperliche Ursachen von Erschöpfungszuständen fachärztlich ausgeschlossen.

In Psychotherapie und Coaching kombinieren wir verschiedene Methoden zur Behandlung von Burnout. Zielsetzung ist ein rascher und dennoch nachhaltiger Behandlungserfolg. So helfen verhaltenstherapeutische Techniken dabei die Symptome möglichst rasch unter Kontrolle zu bringen. Durch die psychodynamische Behandlung können die Gründe für das Auftreten der Symptome verstanden werden. Dieses Verständnis ist oft der Schlüssel für nachhaltige Behandlungserfolge.

Dabei ist die Wahl der passenden Behandlungsmethode entscheidend für den Behandlungserfolg. Das in Ihrem Fall passende Verfahren klärt sich am besten im Rahmen der Vorgespräche. Reine Verhaltenstherapie gehört dabei nicht zum Behandlungsangebot der Praxis.

Unsere Praxis befindet sich in München. Die Termine können persönlich oder auch online per Videosprechstunde wahrgenommen werden.

Ein paar Worte über mich

Dr. med. Robert Willi

Als Facharzt und Psychotherapeut verfüge ich sowohl über eine ärztliche als auch über eine psychotherapeutische Ausbildung. Nach mehreren Stationen in Ambulanzen und Kliniken habe ich mich 2013 als Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie privatärztlich in München niedergelassen und behandle Patienten mit Burnout, Angst und Depression.

Ein paar Worte über mich

Dr. med. Sabine Willi

Als Fachärztin und Psychotherapeutin habe ich in verschiedenen Fachbereichen von Kliniken und Praxen gearbeitet. Anschließend habe ich mich auf die psychodynamische Psychotherapie spezialisiert und behandle Patienten mit psychosomatischen Symptomen, Burnout und Depression.

Definition: Was ist Burnout?

Aktuell gibt es für Burnout keine offiziell anerkannteDefinition und auch keine Diagnosekriterien. Dies gilt sowohl für Deutschland (ICD-10) als auch für die USA (DSM-V). Burnout kann also derzeit nicht seriös diagnostiziert werden da die die Diagnosekriterien selbst gewählt werden müssen und die Stellung der Diagnose damit mehr oder weniger willkürlich erfolgen muss.

Dies wird sich zukünftig aber ändern. In der ab 2022 in Deutschland gültigen ICD-11 wird Burnout eine Definition erhalten und es wird auch Diagnosekriterien geben. Laut ICD-11 handelt es sich bei Burnout um keine Erkrankung, sondern um einen Risikozustand für verschiedene Erkrankungen. Der Risikozustand isst gekennzeichnet durch bestimmte Beschwerden bzw. Veränderungen, welche im Zusammenhang mit einer Stressbelastung am Arbeitsplatz auftreten. Typisch sind folgende Veränderungen:

  • Erschöpfung und Energielosigkeit
  • Erhöhte mentale Distanz zum Beruf oder Gefühle von Negativismus in Bezug auf den Beruf
  • Reduzierte professionelle Effizienz

Der Begriff Burnout bezieht sich dabei explizit auf den Beruf und sollte laut ICD-11 nicht für private und andere Belastungen angewandt werden.

Bei den Veränderungen kann es sich um eine vorübergehende Reaktion auf eine Belastung am Arbeitsplatz handeln. Die Symptome sind dann ohne Krankheitswert und heilen nach Entlastung wieder vollständig ab. Bei lang andauernder Überlastung kann die Symptomatik aber auch nach erfolgter Entlastung weiter bestehen bleiben.

Zudem können derartige Symptome durch andere körperliche und psychische Prozesse wie beispielsweise Depressionen verursacht werden. Oft kommt es bei Überlastung auch zu psychosomatischen Symptomen, Schlafstörungen oder zu übermäßigem Konsum von Alkohol, Aufputschmitteln, Schlafmitteln oder Drogen.

Burnout Syndrom nach Freudenberger

Der Begriff „Burnout“ wurde durch den amerikanischen Psychologen und Psychoanalytiker Herbert Freudenberger eingeführt. Er beschrieb 1974 in dem Artikel „Staff Burn-Out“ bestimmte Symptome, welcher er unter massiver Belastung an sich selbst festgestellt hatte.

Freudenberger arbeitete tagsüber in seiner eigenen Praxis und engagierte sich abends ehrenamtlich in einer Klinik für Bedürftige. Für seine Frau und seine drei Kinder blieb so kaum Zeit – geschweige denn für sich selbst. Freudenberger beschreibt folgende Burnout Anzeichen:

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Innere Distanz zur Arbeit bei ehemals hoher Identifikation
  • Eingeschränkte Leistungsfähigkeit
  • Reizbarkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Innere Unruhe
  • Unfähigkeit zu entspannen
  • Pessimismus

Zudem nennt Freudenberger unterschiedliche körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Herzbeschwerden und Magen-Darm-Beschwerden. Freudenberger bezeichnete seinen Zustand damals als „Burnout“. Der Begriff wurde dann von den Medien aufgegriffen, ging um die Welt und ist inzwischen ein Alltagsbegriff.

Burnout erkennen: Ursachen der Symptome klären

Zunächst sind immer bestimmte körperliche Erkrankungen auszuschließen, welche zu Erschöpfung und Leistungsverlust führen können. Hier sind insbesondere hormonelle Veränderungen, Anämien, virale und bakterielle Infektionserkrankungen, Schlaf-Apnoe-Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen und chronische Entzündungsprozesse zu nennen.

Im zweiten Schritt ist ein Erschöpfungssyndrom, eine Erschöpfungsdepression, eine Schlafstörung und eine Angst- bzw. Panikstörung auszuschließen. Von besonderer Bedeutung ist auch der sichere Ausschluss eines ADHS bzw. ADS.

Im dritten Schritt wird versucht, die psychodynamischen Ursachen des Burnouts zu klären. Üblicherweise findet sich bei Burnout ein sehr starkes berufliches Engagement, ein längerfristiges Überschreiten der – oft außerordentlich hohen – individuellen Leistungsgrenzen und ein daraus resultierender körperlich-psychischer Erschöpfungszustand mit einem Rückgang der Leistungsfähigkeit bzw. Effizienz. Dabei handelt es sich bei den Burnout-Symptomen um eine psychosomatische Schutzreaktion des Organismus um eine weitere Überlastung zu verhindern.

Frühwarnzeichen von Burnout

Vor dem Auftreten eines Burnouts kommt es meist zum Auftreten von Stresssymptomen  wie Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen oder Schlafstörungen. Diese Frühwarnzeichen werden aber oft ignoriert.

Manchmal kommt es auch nach hoher Belastung zu kurzen Erschöpfungszuständen, welche dann über das Wochenende oder den Urlaub wieder abklingen. Bei einem Erschöpfungssyndrom oder einer Erschöpfungsdepression, klingt das Beschwerdebild jedoch auch nach Beendigung der Belastung nicht mehr ab oder verschlechtert sich dann sogar.

Körperliche Veränderungen bei Burnout

Eine Burnout-Symptomatik tritt üblicherweise während oder nach einer hohen Stressbelastung auf. Stress führt auf  körperlicher Ebene zu zahlreichen Veränderungen. Hier ist insbesondere die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, die Aktivierung des vegetativen Nervensystems und der Abfall von Serotonin im Gehirn zu nennen. Dennoch ist Burnout – auch mit den besten zur Zeit zur Verfügung stehenden Nachweismethoden – nicht seriös über Laborwerte erfassbar. Die Diagnose muss deshalb über die Erfassung der spezifischen Symptome gestellt werden. Sehr gut nachweisbar sind hingegen stressbedingte körperliche Veränderungen wie Bluthochdruck, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Gewichtsveränderungen oder der Anstieg von Blutzucker bzw. Blutfetten. Für eine erfolgreiche Behandlung von Burnout sind derartige Messungen üblicherweise aber nicht erforderlich.

Psychodynamische Behandlung bei Burnout

Bei einem überlastungsbedingten Erschöpfungszustand handelt es sich um eine körperlich-psychische Schutzreaktion des Organismus nach massiver Überlastung. Dabei „erzwingt“ der Organismus durch die Symptome eine Reduktion des Engagements mit dem Ziel der Entlastung. Auch viele Stresssymptome sind in diesem Sinne zu verstehen.

Die Leistungsfähigkeit wird reduziert. Die Kraft und der Antrieb sinken. Der Organismus wird so wirksam vor weiterer Überlastung geschützt.

Die Symptomatik hat bei einem überlastungsbedingten Erschöpfungszustand also die Funktion einer „Sicherung“, welche bei massiver Überlastung erst einmal den ganzen Stromkreis bzw. den ganzen Organismus lahmlegt. Dabei geht es in einer psychodynamischen Behandlung nicht darum, die „Sicherung“ ohne Beseitigung der Ursache einfach wieder „anzuschalten“. Es geht darum, den ursächlichen Überlastungszustand zu beseitigen. Die psychodynamische Behandlung zielt also darauf ab, die Schutzreaktion unnötig zu machen.

Medikation bei Burnout

Eine Medikation ist für die erfolgreiche Behandlung von Burnout üblicherweise nicht erforderlich. Im Gegenteil. Oft wird der Zustand durch eine Behandlung mit Antidepressiva eher „konserviert“ da durch den Rückgang der belastenden Symptome dann auch auf stressreduzierende Maßnahmen verzichtet wird. Dies gilt für Burnout. Im Fall einer Erschöpfungsdepression kann eine Behandlung mit Antidepressiva durchaus sinnvoll und auch nachhaltig sein. Eine Medikation empfiehlt sich bei Burnout eigentlich nur in Krisensituationen oder bei ausgeprägten Schlafstörungen. Hier kann die Medikation eine wichtige Hilfe darstellen um die Zeit bis zum Wirkungseintritt der Psychotherapie zu überbrücken.

Mit der Burnout Behandlung beginnen: Was ist der erste Schritt?

Der erste Schritt ist immer ein Vorgespräch mit einer Länge von 25 Minuten. Im Rahmen des Vorgesprächs kann Ihr Behandlungsanliegen kurz besprochen und die weitere Vorgehensweise abgestimmt werden. Noch im Vorgespräch können dann Termine für die weitere Abklärung vereinbart werden.

Unsere Praxis hat ihren Sitz in München. Die Termine können persönlich oder online per Videosprechstunde wahrgenommen werden. Bitte beachten Sie dabei, dass es sich um eine Privatpraxis handelt.

Termine können im Online-Kalender auf dieser Website oder Montag bis Samstag zwischen 7.00 und 21.00 Uhr auch telefonisch unter 089/55269070 vereinbart werden.