• Schlafstörungen

Mit dem Auftreten von Schlafstörungen erhält die Stressbelastung ein kritisches Ausmaß.

Was versteht man unter einer Schlafstörung?

Eine Schlafstörung liegt vor wenn

  • weniger als 6,5 Stunden Nachtschlaf vorliegen
  • die Verzögerung beim Einschlafen 30 Minuten überschreitet
  • mehr als 30 Minuten nächtliche Wachzeit gegeben ist

Man unterscheidet dabei zwischen Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen und frühmorgendlichem Erwachen. Oft liegt auch eine Kombination der genannten Störungsbilder vor. Zudem ist es für die Behandlung wichtig zwischen akuten und chronischen Schlafstörungen zu unterscheiden.

Welche Ursachen von Schlafstörungen gibt es?

Meistens treten Schlafstörungen in Folge einer zu hohen Stressbelastung auf. Die Stressbelastung führt zu einer hormonellen und vegetativen Stressreaktion. Dies führt zu einer starken inneren Anspannung wodurch es schwierig wird, den für den Schlaf notwendigen Entspannungszustand zu erreichen. Durch die Überaktivierung des Nervensystems kann es dann auch zu Herzklopfen oder Herzrasen kommen was einen normalen Schlaf weiter erschwert. In seltenen Fällen können auch körperliche Erkrankungen wie Schilddrüsenerkrankungen oder Bluthochdruck zu Schlafstörungen führen. Vor jeglicher Behandlung sind deshalb mögliche körperliche Krankheitsursachen mit geeigneten Methoden auszuschließen.

Akute Schlafstörungen

Schlafstörungen sind ein typisches Stresssymptom und treten dann im Rahmen akuter Belastungen wie beispielsweise einer anstehenden Prüfung auf. Typisch sind akute Schlafstörungen auch bei Umstellung des Schlafrhythmus. Umstellung des Schlafrhythmus werden häufig durch den Wechsel von Zeitzonen (Jetlag), Schichtarbeit oder wiederholt nächtliche Arbeitszeiten hervorgerufen. Akute Schlafstörungen klingen nach Beendigung der Stresssituation wieder ab. Eine Behandlung ist meist nicht erforderlich.

Von der akuten zur chronischen Schlafstörung

Bei anhaltender Belastung kann aus einer akuten Schlafstörung rasch eine chronische Schlafstörung werden. Der Wechsel vom Wachzustand in den Schlafzustand wird wesentlich durch das vegetative Nervensystem reguliert. Innerhalb des vegetativen Nervensystems ist der Sympathikus für die Anspannung und der Parasympathikus für die Entspannung zuständig. Dabei befinden sich Sympathikus und Parasympathikus in einem ständigen Wechselspiel. Im Rahmen anhaltender Belastungssituationen kommt es zu einer Überaktivierung des Sympathikus wodurch mit zunehmender Anspannung der abendliche Wechsel in einen Entspannungszustand schwieriger wird. Der über das parasympathische Nervensystem vermittelte Entspannungszustand ist aber eine entscheidende Voraussetzung für einen erholsamen Schlaf. Die überstarke sympathische Aktivierung führt dann entweder zu erschwerten Einschlafen oder zu nächtlichem bzw. frühmorgendlichen Erwachen. Die sympathische Überaktivierung und die hierdurch bedingten Schlafstörungen können dann auch weiter bestehen bleiben selbst wenn gar keine aktuelle Belastung mehr erkennbar ist.

Der Teufelskreis zwischen Schlafstörung und innerer Anspannung

Mit dem Auftreten einer länger anhaltenden Schlafstörung kann ein Teufelskreis in Gang kommen. Durch den einschränkten Schlaf fehlt die notwendige Regeneration wodurch die Leistungsfähigkeit sinkt und die innere Anspannung steigt. Die erhöhte innere Anspannung verstärkt dann die Schlafstörung und so führt Eines zum Anderen.

Abklärung von chronischen Schlafstörungen

Grundlage der Behandlung einer chronischen Schlafstörung ist eine ausführliche ärztliche Anamnese. Anschließend sind mittels Laboruntersuchungen bestimmte körperliche Erkrankungen auszuschließen. In den meisten Fällen findet sich jedoch keine zugrunde liegende körperliche Erkrankung da die meisten Schlafstörungen Folge einer Stressbelastung sind. Für die diagnostische Abklärung von chronischen Schlafstörungen werden in der Praxis meist zwei bis drei Stunden benötigt.

Behandlung von Chronischen Schlafstörungen

In der Praxis werden verhaltenstherapeutische Techniken im Rahmen einer grundsätzlich psychodynamischen Psychotherapie eingesetzt. Reine Verhaltenstherapie gehört nicht zum Behandlungsangebot der Praxis. Im Bedarfsfall kann die psychodynamische Behandlung durch eine sorgsam ausgewählte Medikation unterstützt werden. Im Fall einer gewünschten Medikation ist eine sorgfältige Nutzen-/Risikoabwägung sinnvoll.

Mehr Informationen zur Nutzen-/Risikoabwägung einer Medikation

Die Medikation sollte immer nur im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung erfolgen. Schlafstörungen sollten nicht nur allein medikamentös behandelt werden. Der in Ihrem Fall erfolgversprechendste Behandlungsansatz kann im Rahmen von einem oder mehreren Vorgesprächen in der Praxis für Psychotherapie München gemeinsam geklärt werden.

Was ist der erste Schritt?

Im ersten Schritt ist ein Vorgespräch in der Praxis zu vereinbaren. Vorgespräche sind Montag bis Donnerstag um 16.50 Uhr und haben eine Länge von 20 Minuten. Einen Termin können Sie telefonisch Montag bis Samstag zwischen 7.00 und 21.00 Uhr vereinbaren oder auf dieser Website einfach online buchen. Das Vorgespräch dient dem Ziel zu prüfen, ob Ihr Behandlungsanliegen zu meinem Behandlungsangebot passt. Zudem können hier auch kurz die Rahmenbedingungen besprochen werden. Falls ich Ihnen eine andere Behandlung empfehle, versuche ich Ihnen auch geeignete Kontaktadressen zu nennen. Falls mein Behandlungsangebot passt, können noch im Vorgespräch zwei Termine in einer Länge von 50 Minuten vereinbart werden welche zur weiteren Abklärung dienen. Auf Grundlage dieser beiden Termine kann dann eine gezielte und effiziente Behandlung geplant werden.