• Depressionen richtig behandeln

Wie Sie Ihre Depression überwinden. Depressionstherapie in München.

Jeder Mensch kann in eine Depression rutschen – auch sehr leistungsfähige Menschen. Menschen mit außenordentlich hoher Leistungsbereitschaft sind sogar besonders gefährdet eine Depression zu entwickeln. Negative Gefühle dominieren dann den Alltag und es kommt kaum mehr Freude auf.

Viele bekannte Persönlichkeiten haben unter Depressionen gelitten: Helmut Schmidt, Marilyn Monroe, Steve Jobs, Lady Diana, Sigmund Freud, Whitney Houston, Hermann Hesse – um nur einige zu nennen.

Die Symptome, die bei einer Depression auftreten, sind sehr unterschiedlich. Gedrückte Stimmung, Antriebsmangel und Konzentrationsstörungen sind nur drei Symptome von vielen. Sie halten über Wochen und Monate an. Bis der Betroffene sich mit großer Energie dazu aufrafft die Depression zu behandeln und sich professionelle Hilfe zu nehmen.

Auch wenn es für Sie im Augenblick schwer vorstellbar ist: Die Situation ist überwindbar. Ein innerer Veränderungsprozess ist möglich – und zwar sehr häufig ohne Medikamente.

Das Wesentliche zu Depressionen in Kürze:

  • Depressionen werden häufig übersehen oder nicht ausreichend behandelt
  • Leichte und mittelschwere Depressionen lassen sich psychotherapeutisch sehr gut behandeln
  • Bei akuten Krisen, starken Schlafstörungen und schweren Depressionen kann zusätzlich eine Medikation sinnvoll sein
  • Eine antidepressive Medikation ohne Psychotherapie ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll
  • Vor einer psychotherapeutischen Behandlung müssen körperliche Ursachen der Depression ausgeschlossen werden
  • Die psychodynamische Psychotherapie setzt an den emotionalen Hintergründen der Symptome an
  • Die Wahl des passenden psychotherapeutischen Verfahrens ist entscheidend für den Behandlungserfolg

Depressionen: Beispiele aus unserer Praxis

Eine 40-jährige Journalistin erreicht nach Jahren von Leistung und Entbehrung ihr berufliches Ziel und wird Chefredakteurin. Für ihre Ehe blieb in den letzten Jahren nur wenig Zeit. Beide Partner versuchten in den letzten Jahren zu funktionieren um die Berufe zu stemmen und gleichzeitig die beiden Kinder zu versorgen. Ihr Mann eröffnet ihr nun plötzlich, dass er schon seit Jahren eine Affäre habe und sich nun trennen wolle. Für sie bricht eine Welt zusammen. Der gerade erreichte berufliche Erfolg scheint ihr unwesentlich. Sie bricht zusammen, weint Stunden lang und kann kaum mehr arbeiten. Gerade jetzt müsste sie aber funktionieren. Welche Wege gibt es aus der Depression?

Ein 58-jähriger Regisseur wagt in seinem neuen Film ein neuartiges Format. Der Film floppt, die bisher immer begeisterten Kritiker vernichten den neuen Film. Er selbst findet den Film künstlerisch sehr gut, muss sich aber eingestehen, damit nicht den Zeitgeist getroffen zu haben. Er hätte gern, dass ihm dies egal wäre. Es ist ihm aber nicht egal. Die Stimmung geht rapide nach unten, er will keine Menschen mehr treffen und auch nicht mehr aus dem Haus gehen. Er wird gegenüber seiner Familie unausstehlich, vernachlässigt sich selbst und sein Zustand wird immer schlimmer. Eigentlich möchte er nur noch sterben. Was kann er jetzt tun?

Ein 49-jähriger Unternehmensberater hat alle seine beruflichen und privaten Ziele erreicht. Dennoch fühlt er eine innere Leere, zweifelt am Sinn seiner Tätigkeit und hat keine Freude mehr am Leben. Die Stimmung wird immer schlechter. Gegenüber seinem Umfeld versucht er, die Fassade noch aufrecht zu erhalten was zunehmend weniger gelingt. Er zieht sich zurück, gönnt sich abends zunehmend mehr Wein und Whiskey, es wird immer schlechter. Inzwischen kann er auch kaum mehr schlafen. Er fragt sich: Wie komme ich aus dieser Depression wieder heraus?

Depression Therapie: Unsere Praxis in München

Alle drei Erkrankungen sind anonymisiert und biographisch verändert. Sie stehen für unsere tägliche Arbeit in unserer Münchner Praxis. Alle Beispiele eint, dass die Betroffenen unter Depressionen leiden und ihr Leben wieder in den Griff bekommen wollen. Zahlreiche der genannten Symptome könnten auch im Rahmen von Überlastung und Burnout vorkommen. Entsprechende Beispiele finden Sie unter Burnout Behandlungen in München.

Behandlungsansatz unserer Praxis

Als Fachärzte und Psychotherapeuten mit langjähriger Berufserfahrung blicken wir sowohl ärztlich als auch psychotherapeutisch auf Depressionen.

In unserer Praxis in München behandeln wir Depressionen psychotherapeutisch. Im Bedarfsfall kann die psychotherapeutische Behandlung durch eine sorgsam ausgewählte Medikation unterstützt werden. Vor jeder psychotherapeutischen Behandlung werden körperliche Ursachen der Depression fachärztlich ausgeschlossen.

In der Psychotherapie kombinieren wir verschiedene Methoden zur Behandlung von Depressionen, mit dem Ziel einer schnellen und nachhaltigen Heilung. So lassen sich mit verhaltenstherapeutischen Techniken die Symptome meist rasch unter Kontrolle bringen. Die psychodynamische Psychotherapie sorgt hingegen für ein klareres Verständnis der eigenen Emotionen und ist häufig der Schlüssel für eine nachhaltige Heilung.

Dabei ist die Wahl des passenden psychotherapeutischen Verfahrens entscheidend für den Behandlungserfolg. Das in Ihrem Fall passende psychotherapeutische Verfahren klärt sich am besten im Rahmen der Vorgespräche. Reine Verhaltenstherapie gehört dabei nicht zum Behandlungsangebot der Praxis.

Unsere Praxis hat ihren Sitz in München. Die Termine können persönlich oder online per Videosprechstunde wahrgenommen werden.

Ein paar Worte über mich

Dr. med. Robert Willi

Als Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie blicke ich sowohl ärztlich als auch psychotherapeutisch auf Depressionen. Häufig werden Depressionen rein mit Medikamenten behandelt. Doch die Ursache wird damit nicht angegangen. Nach mehreren Stationen in Ambulanzen und Kliniken habe ich mich 2013 gemeinsam mit meiner Frau in München niedergelassen und behandle Patienten mit Burnout, Angst und Depression.

Ein paar Worte über mich

Dr. med. Sabine Willi

Als Fachärztin und Psychotherapeutin habe ich in verschiedenen Fachbereichen von Kliniken und Praxen gearbeitet. Anschließend habe ich mich auf die psychodynamische Psychotherapie spezialisiert und behandle Patienten mit psychosomatischen Symptomen, Burnout und Depression.

Depression verstehen: Eine Depression hat viele Gesichter

Depressionen können sich bei unterschiedlichen Menschen ganz unterschiedlich äußern und können sich erheblich in der Form, der Schwere und dem Verlaufsmuster unterscheiden. Die erste Abklärung einer Depression gehört deshalb unbedingt in die Hände eines spezialisierten Facharztes.

So gibt es Formen der Depression, welche sich vorwiegend durch körperliche Symptome ausdrücken und solche, welche mit innerer Unruhe und Aktivismus einhergehen. Häufig gehen Depressionen auch mit Stresssymptomen, Schlafstörungen oder psychosomatischen Symptomen einher. Aufgrund dieser Symptomvielfalt werden Depressionen auch häufig übersehen oder falsch zugeordnet.

Dabei können Depressionen mit den richtigen Mitteln ausgesprochen gut behandelt werden, erst muss die Depression aber eben erkannt werden. Es gibt folgende Formen der Depression:

  • typische und atypische Depression
  • unipolare und bipolare Depression
  • Erschöpfungsdepression
  • Lavierte Depression
  • Gehemmte und agitierte Depression
  • Schwangerschafts- und Wochenbettdepression
  • Winterdepression

Zudem können Depressionen als Folge äußerer Belastungen auftreten. Diese Form der Depression nannte man früher „reaktive“ Depression. Es gibt aber auch Formen der Depression, welche vollkommen unabhängig von äußeren Belastungen auftreten und welche man früher als „endogene“ Depressionen bezeichnete.

Typische Symptome der Depression

Folgende Symptome können für das Vorliegen einer typischen Depression sprechen. Sie alle beeinträchtigen die Gesundheit des Betroffenen enorm.

  • gedrückte Stimmung
  • Interessenverlust
  • Antriebsmangel
  • Konzentrationsstörungen
  • Selbstwertzweifel
  • Schuldgefühle
  • Pessimismus
  • Schlafstörungen
  • Appetitmangel

Dabei müssen für die Diagnose einer Depression nur wenige der genannten Symptome über mehrere Wochen vorhanden sein. Bei schweren Depressionen kommt es zudem meist zu passiver Todessehnsucht oder Suizidgedanken.

Depression erkennen: Ursachen der Krankheit klären

Zunächst sind immer bestimmte körperliche Erkrankungen auszuschließen, welche zu einer Depression führen können. Hier sind insbesondere Schilddrüsenerkrankungen und chronische Entzündungsprozesse zu nennen. Nach dem Ausschluss einer körperlichen Ursache der Depression, ist anschließend die im Einzelfall vorliegende Form der Depression zu diagnostizieren.

Zur Klärung der Form der Depression ist ein systematischer Abklärungsprozess der Krankheit mit schrittweiser Ab- und Eingrenzung der unterschiedlichen Formen durch den behandelnden Arzt erforderlich. Bei schweren Formen der Depression und besonders bei therapieresistenten Formen der Depression kann anschließend noch eine neurobiologische Diagnostik durchgeführt werden.

Im dritten Schritt wird versucht, die psychodynamischen Ursachen der Depression zu klären. Dies ist der schwierigste Teil der Diagnostik.

Der psychodynamische Teufelskreis der Depression

Bei einer Depression kommt es zu einem Teufelskreislauf verschiedener Gefühle. Die negativen Gefühle bekommen die Oberhand, verstärken sich selbst und verstärken sich gegenseitig. Positive Emotionen gehen dadurch immer mehr verloren.

Ein Großteil dieser „Psychodynamik“ verläuft unbewusst und wird deshalb vom Betroffenen gar nicht bemerkt. Der Betroffene merkt vorwiegend, dass es ihm nicht gut geht. Der Betroffene verhält sich durch die Depression dann auch anders wodurch ein weiterer Teufelskreis entsteht und die „Spirale“ weiter abwärts dreht.

Depressionen heilen mit psychodynamischer Psychotherapie

Die psychodynamische Psychotherapie setzt nicht am Verhalten, sondern an den unbewussten Mechanismen hinter dem Verhalten an. Durch eine erfolgreiche psychodynamische Psychotherapie wird der unbewusste Teufelskreis durchbrochen wodurch sich dann auch das Verhalten ändert und die Symptome schließlich dauerhaft abheilen.

Bei bestimmten Formen der Depression empfiehlt es sich nicht an den unbewussten Mechanismen, sondern im Rahmen einer Verhaltenstherapie direkt am Verhalten anzusetzen. Das im Einzelfall passende Verfahren klärt sich am besten im Rahmen der Vorgespräche.

Medikamente: Sinnvolles Mittel gegen Depressionen?

Die meisten Depressionen lassen sich mit Hilfe von Psychotherapie sehr gut behandeln. Bei schweren Depressionen, ausgeprägten Schlafstörungen oder Suizidgedanken, kann aber eine ergänzende antidepressive Medikation äußerst hilfreich sein. Meist kann die Medikation nach Abheilen der Depression dann auch wieder abgesetzt werden.

Eine antidepressive Medikation ohne Psychotherapie ist allenfalls in Ausnahmesituationen sinnvoll.  So birgt eine antidepressive Medikation ohne Psychotherapie immer die Gefahr der Verschleppung. Hierdurch kann aus einer akuten Depression eine chronische Depression werden. Grundsätzlich sollte vor einer Medikation deshalb immer eine sorgfältige Nutzen-/Risikoabwägung erfolgen.

Mehr Informationen zur Nutzen-/Risikoabwägung bei ergänzender Medikation

Depression loswerden: Der erste Schritt

Der erste Schritt ist immer ein Vorgespräch mit einer Länge von 25 Minuten. Im Rahmen des Vorgesprächs kann Ihr Behandlungsanliegen kurz besprochen und die weitere Vorgehensweise abgestimmt werden. Noch im Vorgespräch können dann Termine für die weitere Abklärung vereinbart werden.

Unsere Praxis hat ihren Sitz in München. Die Termine können persönlich oder online per Videosprechstunde wahrgenommen werden. Bitte beachten Sie dabei, dass es sich um eine Privatpraxis handelt.

Termine können im Online-Kalender auf dieser Website oder Montag bis Samstag zwischen 7.00 und 21.00 Uhr auch telefonisch unter 089/55269070 vereinbart werden.